Vorweihnachtliche Bescherung mit Tennisprofis am Kostenberg: Brown, Lottner, Moraing und Geuer besuchen den Netzballverein

Velbert, 22. Dezember 2019. Drei Tennisprofis waren angekündigt, nachher waren es sogar vier: Zum weihnachtlichen Jahresabschluss hatte NBV-Cheftrainer Mark Joachim seine Kontakte zur Tennis-Szene genutzt und die drei aktuellen Tour-Spieler Dustin Brown, Mats Moraing und Antonia Lottner in den Netzballverein eingeladen.

Etwa 100 Netzballer und Tennis-Freunde waren gekommen und warteten gespannt auf das Eintreffen der Stars: Alle drei waren dann auch schnell zu erkennen: Allen voran Dustin Brown, der mit seiner Rastafari-Frisur eine sehr auffällige Erscheinung ist. Aber auch Antonia Lottner und Mats Moraing waren schon allein durch ihre beachtliche Größe echte Hingucker: Lottner mit 1,85 m und Moraing mit 2.03 m! Begleitet wurde das Trio von Trainer und Coach Patrice Hopfe.

In einer offiziellen Begrüßung stellte der frühere Vorsitzende Thomas Ihlo die Tennisprofis dann noch einmal genauer vor:

Antonia Lottner kam als frisch gekürte Deutsche Meisterin in den NBV. Erst eine Woche zuvor hatte sie sich in Biberach den Titel mit einem 6:1, 3:6, 6:1-Sieg über Katharina Hobgarski geholt. Aktuell steht die 23-jährige Düsseldorferin auf Platz 160 der Weltrangliste und auf Platz 10 der Deutschen Rangliste. Zudem gehört sie seit 2018 zum festen Kader des deutschen Fed-Cup Teams.

Ebenso wie Dustin Brown besuchte Lottner nach 2016 nun schon zum zweiten Mal den Netzballverein. „Es hat mir hier beim letzten Mal schon richtig gut gefallen, da bin ich gerne wieder gekommen“, so Lottner.

Brown ist schon seit vielen Jahren auf der Profi-Tour unterwegs und ist bei jedem Turnier ein Zuschauermagnet. Einen Grund dafür bekamen die Netzballer dann später auch zu sehen: Brown beherrscht zahlreiche Zauberschläge und weiß die Zuschauer mit seiner speziellen Art Tennis zu spielen, bestens zu unterhalten. 2016 erreichte Brown mit Platz 64 sein höchstes Ranking in der Weltrangliste. In dem Jahr gewann er das ATP-Turnier in Manchester und nahm für Deutschland an den olympischen Spielen in Rio teil. Aber auch 2019 konnte Brown mehrere Erfolge verbuchen und beim Turnier in Stuttgart unter anderem Alexander Zverev im Achtelfinale besiegen.

Der Riese Mats Moraing hatte sich 2018 den Deutschen Meistertitel in Biberach geholt und ist die aktuelle Nummer 187 der ATP-Weltrangliste. Erst vor kurzem wurde er fest nominiert für das deutsche Team zusammen mit den besten deutschen Spielern wie Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff, das Anfang 2020 um den ATP-Cup in Australien spielen wird.

Als regelmäßiger Trainingspartner von Tom Schönenberg, dem NBV-Trainer und Nummer eins der ersten Herrenmannschaft, freute sich auch Moraing auf den Besuch am Kostenberg.

Zum Ende der Spieler-Vorstellung bedankte sich Ihlo noch einmal besonders bei Mark Joachim: „Ohne ihn wäre dieses Event nicht möglich gewesen wäre“, lobte er das Engagement des Chef-Coachs. Als 20-facher Deutscher Meister war Joachim früher selbst jahrelang auf der Profi-Tour unterwegs und hält nach wie vor zu vielen Spielern engen Kontakt.

Nach der Rede ging es nun aber auf die Plätze: Dicht gedrängt standen und saßen die Netzballer, darunter sehr viele Kinder und Jugendliche, in und vor der Halle und bestaunten die Profis bereits beim Einschlagen. Sehr unterhaltsam wurde es dann beim Show-Match: Auf der einen Seite spielte Dustin Brown zusammen mit Antonia Lottner und auf der anderen Seite Mats Moraing, der von Tom Schönenberg verstärkt wurde.

Mit spektakulären Ballwechseln zeigte das Quartett das ganze Schlagspektrum von Stopp-Bällen, Lobs und durch die Beine gespielte, sogenannte „Tweener“. Eher langsame gefühlvolle Schläge wechselten sich ab mit knallharten Schlägen „auf Mann“ oder auch „auf Frau“, bei denen das Publikum auch schon mal erschrocken aufschrie.

Ganz knapp lagen am Ende Brown und Lottner vorn und besiegten das reine Männer-Doppel.

Nach dem Showmatch rief Mark Joachim nun alle auf, sich einen Schläger zu schnappen und selbst Punkte gegen die Profis zu spielen. In der Zwischenzeit war noch eine weitere sehr erfolgreiche Tennisspielerin eingetroffen: Nicola Geuer war 2017 die Nummer 91 der Doppel-Weltrangliste und hatte sich in dem Jahr auch in Wimbledon für das Hauptfeld qualifiziert. Im Netzballverein hilft sie oft als Trainerin aus und auch beim Profi-Event war sie gerne mit von der Partie.

Während die meisten Erwachsenen lieber weiter zuschauten und fotografierten und filmten, ließen sich die Kinder und Jugendlichen nicht lange bitten und spielten jeweils als Doppel-Paarung begeistert um Punkte: Auf einem Platz mussten Brown und Geuer bezwungen werden, auf dem anderen Moraing und Lottner.

Nicht schlecht staunten die Tennis-Profis über eins der größten Talente des Netzballvereins, Ilian Mechbal. Der zehnjährige hatte sich im August diesen Jahres selbst den Deutschen Meistertitel als noch neunjähriger in der U 10 Altersklasse beim Traditionsturnier in Detmold geholt.

Mit für sein Alter ungewöhnlich harten und präzisen Schlägen überraschte Ilian Brown und Co.

Aber auch gerade erst drei- und vierjährige Tennisanfänger trauten sich auf den Platz und gaben ihr Bestes. Nicola Geuer tauschte dann auch mal schnell die harten Bälle gegen Softbälle aus, um das Balltreffen etwas leichter zu machen.

Nach einem ausgiebigen Punktespielen, schlug Dustin Brown dann vor, sich doch noch etwas zusammen zu setzen. „Ihr dürft uns gerne alles fragen“, bot er an. Diese Chance nutzten dann neben den Jüngeren auch einige Erwachsene. So interessierte es einen Tennisvater, wie lange sich die Profis vor einem Match aufwärmen und einspielen würden. Die Antworten von Antonia Lottner und Nicola Geuer, dass das insgesamt ein bis zwei Stunden dauern könnte, überraschte dann schon viele.

Die Bandbreite der Fragen war groß: Wie groß seid ihr, was esst ihr so, wieviel trainiert ihr und wie beruhigt ihr eure Nerven vor einem Spiel sind nur einige davon. Die Profis beantworteten jede Frage offen und ehrlich. Dustin Brown setzt sich zum Beispiel vor einem Match allein in eine Ecke und hört über Kopfhörer ganz bestimmte Musik. „Das gehört zu meinem Ritual und hilft mir, meine Nerven in den Griff zu bekommen“, so Brown.

Nach der Frage-Antwort-Runde standen die Tennis-Promis dann noch für Fotos und Autogramme bereit bevor sie sich von den Netzballern unter viel Applaus verabschiedeten.

Velbert war nun die letzte Station für die Profis, bevor es im neuen Jahr nach Australien geht, wo Anfang Januar erst der ATP-Cup und dann die Australian Open auf dem Programm stehen, eines der vier wichtigsten Turniere des Jahres.

NBV-Chef-Coach Mark Joachim freute sich über das gelungene Event: „Ich hoffe, dass vor allem die Kinder und Jugendlichen sich lange an diese Erlebnisse erinnern und noch mehr Spaß am Tennis haben.“