Aller guten Dinge sind drei: Der heimische Niederrhein-Verband holt sich zum dritten Mal im Netzballverein den Deutschen Meister Titel - Hochklassiges Tennis bei tropischen Temperaturen und toller Stimmung am Kostenberg

Velbert, 26. August 2019. „Wir scheinen ein echter Erfolgsgarant für unseren TVN-Verband zu sein“, freut sich NBV-Vorsitzender Bernd Wolf über den dritten Sieg des Niederrhein-Kaders im Netzballverein, bei dem das Turnier auch schon 2015 und 2018 ausgetragen wurde. Wolf zollt der starken Leistung des TVN-Kaders großen Respekt und ist froh über den Titelgewinn und den reibungslosen Ablauf der Walther-Rosenthal-Spiele im NBV, der Deutschen Meisterschaft der Verbände der Altersklasse 40.

 

Die Stimmung unter den aktiven Spielern ähnelte der bei einem großen Klassentreffen: Die meisten kennen sich von zahlreichen Turnieren und freuen sich auf das Wiedersehen. Für den TVN-Spieler, Christian Schäffkes gehören die „Grossen Spiele“ zum festen Bestandteil seines Turnierkalenders: „Ich bin bereits zum 18. Mal dabei und freue mich immer sehr darauf“, so der aktuelle Deutsche Meister der Herren 45.

Der sportliche Ehrgeiz und der Wunsch den Deutschen Meistertitel der Verbände zu holen, ist aber bei allen trotz des freundschaftlichen Verhältnisses deutlich zu spüren. „Jeder will hier gewinnen und möchte unbedingt vermeiden als vierter und letzter aus der höchsten A-Klasse abzusteigen“, so der Teamchef des TVN-Verbandes Daniel Meier.

Auf dem Weg zum Titel musste der TVN-Verband am Samstag zunächst im Halbfinale gegen Württemberg antreten. Ganz stark für den TVN hat Mark Leimbach in seinem Einzel aufgespielt: Bei seinem 6:0, 6:0 Sieg blieb sein württembergischer Gegner chancenlos. Leimbach ist aktuell auf Platz sieben der Weltrangliste der Herren 40. Weitere Punkte für den TVN in den Einzeln holten Carsten Gröger mit 6:0, 6:4, Sonja Vogt mit 6:1, 6:2 und Susanne Wischmann mit 6:2, 4:6 und 10:4. Der Weltranglistenerste im Doppel der Herren 40, André Lux, unterlag knapp 6:7, 5:7 und Anne Haerdle mit 2:6, 3:6.

Mit der 4:2 Führung fehlte dem TVN nur noch ein Punkt zum Einzug ins Finale. Damit gaben sich die Niederrheiner aber nicht zufrieden und punkteten gleich in allen drei Matches zum 7:2-Endstand. Leimbach und Gröger gewannen das Herren-Doppel mit 6:1, 6:1, Vogt und Mirja Wagner das Damen-Doppel mit 6:0, 6:3 und Schäffkes und Wischmann das Mixed mit 6:1, 7:6.

Im zweiten Halbfinale unterlag überraschend der bayerische Tennisverband gegen Westfalen mit 4:5.

Nach dem tollen und für den TVN sehr erfolgreichen Turnierauftakt, ging es dann am Samstagabend bei bester Stimmung auf der Players Night-Party weiter. Nach einer Stärkung am Buffet und einigen kurzen Ansprachen vom NBV-Vizevorsitzenden Klaus Jaeger, Christian Schäffkes als Spielersprecher und Dr. Helmut Lütcke als Vorstandsmitglied des TVN-Verbandes, verbrachten die Spieler und zahlreiche Netzballer noch einige gesellige Stunden auf der Clubterrasse oder auf der Tanzfläche, die von einem DJ beschallt wurde.

Am Finalsonntag traf dann der TVN auf Westfalen um den Titelkampf. Marc Leimbach präsentierte sich erneut in Topform: Überlegen gewann er sein Match mit 6:1, 6:0. Auch Christian Schäffkes dominierte seine Partie mit 6:3, 6:2.

Das Spiel des Deutschen Meisters der Altersklasse 45 verfolgte auch gespannt der stellvertretende Velberter Bürgermeister Emil Weise: „Ich freue mich, dass ich hier in meiner Heimatstadt, Tennis auf so hohem Niveau verfolgen kann.“ Gleiches gilt auch für den früheren langjährigen Velberter Bürgermeister Heinz Schemken, der die Spiele von der schattigen Terrasse aus beobachtete.

Auch der Deutsche Tennis Bund und der Niederrhein-Verband entsandten mit Peter Becker, dem Referenten für den Wettkampfsport des DTBs und Dr. Helmut Lütcke, dem Vorstandsmitglied des TVNs sowie Jürgen Müller, dem TVN-Seniorenreferenten, einige prominente Besucher in den Netzballverein.

Sehr eng verlief das Match von TVN-Spieler Carsten Gröger. Er verlor den ersten Satz mit 3:6, gewann dann aber mit 6:1 den zweiten Durchgang und im Match Tie Break mit 10:5.

Von den drei Damen gewann Mirja Wagner sehr deutlich mit 6:0, 6:1 und Susanne Wischmann mit 6:4, 6:3, nur Soja Vogt unterlag mit 5:7, 2:6.

Mit der 5:1-Führung aus den Einzeln stand der Titelgewinn für den TVN bereits fest und der Jubel im TVN-Kader war groß: „Wir sind alle überglücklich, dass wir unseren Deutschen Meistertitel verteidigen konnten. Der Netzballverein bringt uns auf jeden Fall Glück“, ist sich TVN-Team-Kapitän Daniel Meier sicher.

Auf die anschließenden Doppel wurde auch aufgrund der Hitze verzichtet. Die Großen Spiele gingen aber dennoch in die Verlängerung, da es im Kampf gegen den Abstieg aus der Gruppe A noch heiß herging: Die Bayern führten nach den Einzeln mit 4:2 gegen Württemberg, benötigten also noch einen weiteren Punkt für den Klassenverbleib. Den erzielte schließlich das bayerische Herrendoppel, so dass die beiden anderen Partien dann ebenfalls abgebrochen wurden zum 6:3-Sieg für Bayern.

Bei der anschließenden Siegerehrung erntete der Netzballverein für die Organisation des Turniers großes Lob sowohl von den TVN-Funktionären als auch von den Mannschaften:

„Es war eine tolle Veranstaltung mit sehr spannenden Spielen und einer echten Wohlfühl-Atmosphäre“, sagte TVN-Vorstandsmitglied Dr. Helmut Lütcke. „Velbert hat sich bereits zum wiederholten Male als hervorragender Gastgeber präsentiert und für weitere Veranstaltungen empfohlen.“

Und auch der NBV-Vorsitzende Bernd Wolf zeigte sich sehr zufrieden: „Wir konnten unseren Mitgliedern und Tennisfreunden ein hochklassiges Turnier hier vor Ort am Kostenberg bieten. Die zahlreichen Zuschauer haben ein sehr schönes Tennis-Wochenende genossen.“