Starke Turnierwoche im Netzballverein: Tom Schönenberg wird Vize-Niederrheinmeister auf heimischer Anlage - Thomas Wagenaar gewinnt die AK 55, Helmut Petri wird Vize der AK 80

Velbert, 04. Juni 2018. „Eine supertolle Niederrheinmeisterschaft liegt hinter uns“, freut sich NBV-Vorsitzender Bernd Wolf über das gelungene erste Highlight im 120. Jubiläumsjahr des Netzballvereins.

 

Stolz ist der Clubchef natürlich über das erfolgreiche Abschneiden der Spieler aus den eigenen NBV-Reihen. Allen voran auf Tom Schönenberg, der sich in der offenen Herren Konkurrenz den Vize-Niederrheintitel gesichert hat. Souverän zog der 26-jährige NBV-Trainer und Spieler der ersten NBV-Herren ins Halbfinale ein mit hohen Siegen über Lorenz Schwab vom Rochusclub Düsseldorf (6:0, 6:1), Martin Strongies vom ETB SW Essen (6:3, 6:1) und Oscar Moraing vom TC Bredeney (6:3, 6:2).

Hier traf der an zwei gesetzte Schönenberg dann auf den Velberter Adrian Oetzbach, Nummer drei der Setzliste. Der 20-jährige ist langjähriges NBV-Mitglied und trainiert häufig am Kostenberg, spielt aber für die Herrenmannschaft vom TC Bredeney und studiert in den USA. In einem spektakulären und sehr spannenden Duell begeisterten Schönenberg und Oetzbach die zahlreichen Zuschauer. Nach einem über dreistündigen Marathonmatch behielt der bundesligaerfahrene Schönenberg mit 3:6, 6:4 und 7:6 die Nase vorn.

Im Finale stand dem Netzballer schließlich der an eins gesetzte Kim Möllers vom TC Bredeney gegenüber. Beim Stand von 2:4 gegen Schönenberg, schien Möllers schon das Spiel abbrechen zu müssen: Beim Rückwärtslaufen stürzte der 28-jährige an der Grundlinie und verletzte sich am Fußknöchel. Nach einer kurzen Unterbrechung stand Möllers aber wieder von der Bank auf und meinte: Ich will weiterspielen, ich hab heute einen richtig guten Tag.“ Und tatsächlich schien ihn die Verletzung schon nach kurzer Zeit nicht mehr zu beeinträchtigen.

In einem hochklassigen Finale gewann der Bredeneyer mit 6:4, 6:4 und holte sich den Titel des Niederrheinmeisters. Tom Schönenberg freut sich über den Gewinn des Vizetitels: „Es macht Spaß auf der heimischen Anlage ein Turnier zu spielen und von so vielen Zuschauern unterstützt zu werden“, so der NBV-Trainer.

In der Herren 30 Konkurrenz war mit Mark Joachim auch der NBV-Chef-Trainer und Spieler am Start. Der 45-jährige zog nach Siegen über David Passaquindici von TC RW Düsseldorf (6:2, 6:0) und Sebastian Keilholz (6:1, 3:6, 6:0) ins Halbfinale ein. Hier trat er gegen den aktuellen Deutschen Meister der Herren 35 und 40, Marc Leimbach vom Ratinger TC Grün Weiß an.

Schlagtechnisch zwar überlegen, läuferisch aber verletzungsbedingt unterlegen, verlor Mark Joachim das Spiel mit 4:6, 4:6.

Leimbach konnte am Finalsonntag auch die Herren 30 Konkurrenz für sich entscheiden, allerdings nach einem Spielabbruch seines Gegners Dominik Pfeiffer vom Oberhausener THC beim Spielstand von 3:6, 7:6, 2:2.

Einen Erfolg auf ganzer Linie feierte Netzballer Thomas Wagenaar. Der Velberter trat in der Altersklasse 55 bei den Senioren-Niederrheinmeisterschaften an, die beim Ratinger TC ausgetragen wurden und präsentierte sich in Topform: Dreimal hintereinander erspielte er konstant das gleiche Ergebnis: 6:1, 6:0! Die einzige Abweichung leistete sich Wagenaar im Finale gegen Udo Jochems vom TC Bovert. Hier gewann der Netzballer mit 6:1, 6:2 und überließ seinem Endspielgegner damit immerhin zwei Spiele mehr.

Thomas Wagenaar freut sich über seinen Niederrhein-Titel, den er bereits mehrfach in den Senioren-Altersklassen geholt hat, erstmals aber mit 18 Jahren bei den Junioren.

Auch in der höchsten Altersklasse waren die Netzballer mit Helmut Petri erfolgreich vertreten: Der Velberter meldete sich erstmals in der AK 80, in der es allerdings nur drei Teilnehmer gab und daher jeder gegen jeden spielen musste. Nach einem hohen 6:1, 6:0 Sieg gegen Kurt Butz von Blau-Rot Uerdingen, unterlag Petri in einem engem Match Dieter Trapka vom SF Königshardt mit 4:6, 6:2 und 6:10.

Am Finalsonntag gab es am Kostenberg leider kein Damen-Endspiel zu sehen. Hier hatte die an eins gesetzte Finalistin Polina Leykina am Vorabend zurückgezogen, so dass Dinah Pfizenmaier kampflos den Titel gewonnen hatte.

Sehr spannend verliefen die beiden Doppel-Endspiele, so dass den Zuschauern noch einiges geboten wurde. Bei den Damen setzten sich am Ende Laura Böhner (TC Bredeney) und Ana-Lena Toto (SV Bayer Wuppertal) gegen Carolina Bulatovic und Amelie Voßgätter vom TC Stadtwald Hilden mit 6:7, 6:4 und 10:8 durch.

Im Herren Doppel siegten nach einem Tennis-Krimi die Sieger der Herren und 30er Konkurrenz Kim Möllers und Marc Leimbach gegen Hermann Gertmann (Rochusclub Düsseldorf) und Max Hertl (TC Rheinstadion) mit 6:3, 6:7, 13:11 im Match Tie Break. Damit sicherten sich Möllers und Leimbach gleich die zweifache Niederrhein-Krone.

In der Damen 30 Konkurrenz wurde Katharina Jacob vom TC Rheinstadion Niederrheinmeisterin.

Bei der anschließenden Siegerehrung erntete der Netzballverein großes Lob von den TVN-Funktionären, aber auch von vielen Spielern für die reibungslose Ausrichtung der Niederrheinmeisterschaften mit 118 aktiven Spielern. Zu der routinierten Turnierleitung gehörte auch der Netzballer Patrick Iber, der als Turnierleiter und Schiedsrichter gleich eine Doppelfunktion hatte. Auch der frühere NBV-Vorsitzende Thomas Ihlo gehörte der Turnierleitung an sowie NBV-Sportwart Mark Höhfeld dem Turnierausschuss.

Selbst der Präsident des Tennisverbandes Niederrhein, Dietloff von Arnim, war den ganzen Finaltag über im Netzballverein und lobte die sehr gute Organisation und die tolle Atmosphäre. Er ging auch auf die zum Teil schwierigen Wetterverhältnisse ein, die dazu führten, dass der Dienstag als Turniertag wegfiel. „Bei schönem Wetter kann jeder ein gutes Turnier machen. Sie aber haben dies auch bei schlechtem gezeigt“, lobte der TVN-Präsident Bernd Wolf.

„Unsere Mitglieder und viele tennisinteressierte Zuschauer haben die Turnierwoche genossen und durch ihr Interesse erst für die richtige Stimmung gesorgt“, so die positive Bilanz vom Vereinsvorsitzenden Bernd Wolf. Jeden Tag auf Neue strömten zwischen 100 und 200 Zuschauer in den Netzballverein und haben von der Tribüne und den großen Wiesen aus, die hochklassigen Spiele verfolgt.

Nach dem ersten Highlight des 120-jährigen Jubiläumsjahres, stehen nun wieder die Medenspiele im Fokus der Netzballer, die 33 Mannschaften im Aufgebot haben.

Im September steht dann der zweite Jahres-Höhepunkt bevor mit den Deutschen Meisterschaften der Verbände der 40er Konkurrenz, den „Großen Spielen“.