Neujahrsempfang: Netzballer feiern 120-jährigen Vereinsgeburtstag und schauen zuversichtlich in die Zukunft

Velbert, 08. Januar 2018. Den Höhepunkt des traditionellen Neujahrsempfangs im Netzballverein bildet stets die Ehrung der Mitglieder für ihre langjährige Vereinstreue. Dieses Jahr gab es aber eine Besonderheit, denn der NBV ist selbst Jubilar und feiert seinen 120igsten Geburtstag.

 

Zum Ehrenjahr des NBVs kam dann auch hoher Besuch mit Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka, seinem Stellvertreter Emil Weise, der Vize-Vorsitzenden des Stadtsportbundes Renate Duderstadt und dem Vorstand des Tennisbezirks Vier mit Udo Dabringhausen, Wolfgang Luchtenberg und Rosemarie Warlich.

Velberts Stadtoberhaupt Lukrafka ließ es sich nicht nehmen, dem Verein, dem Vorstand und seinen Mitgliedern seine Glückwünsche auszusprechen. Die Stadt kümmere sich um die Rahmenbedingungen des täglichen Lebens mit Schulen, Straßen und Verwaltung, aber Vereine wie der Netzballverein, würden diese erst mit Leben füllen. Das gesellschaftliche Miteinander im Verein hält Lukrafka daher für besonders wichtig.

Einen traurigen Moment gab es als NBV-Vorsitzender Bernd Wolf die über 100 anwesenden NBV-Mitglieder zu einer Schweigeminute aufrief: Im vergangenen Jahr sind mit Stylianos Anastasiou (Stelli), Ruth und Horst van Nahl drei frühere Gastronomen des Netzballvereins verstorben. „Zusammengerechnet haben Horst und Ruth van Nahl und danach Stelli unser Clubhaus über 40 Jahre lang bewirtschaftet und gehörten zur Seele unseres Vereins“, so Wolf. 

Nach dem kurzen Rückblick auf das Jahr 2017, das auch sehr viele positive Höhepunkte hatte, wie die Ausrichtung der Niederrheinmeisterschaften, den Aufstiegen zahlreicher Mannschaften und der erfolgreichen Weiterführung der NBV-Gastronomie durch Veronika Wemmers und Guido Haufschild, wagte der zweite NBV-Vorsitzende Klaus Jaeger einen Rückblick auf die Anfänge des NBVs.

 

1898 gründeten die drei gut situierten Velberter Albert Jahn, Hans Berninghaus und Karl Krippendorf den Netzballverein. Der Tennissport war als noch recht neue Sportart aus Großbritannien in Deutschland gerade erst bekannt geworden. Mit seiner 120-jährigen Historie zählt der Netzballverein zu den zehn ältesten Tennisvereinen in Deutschland.Die Porträts der Gründerväter können noch heute im Clubhaus bewundert werden.

Die Netzballer können stolz auf ihren traditionsreichen Verein sein, aber auch ein Blick in die nahe Zukunft, sieht rosig aus: 2018 wird für den NBV ein Jahr mit vielen sportlichen Höhepunkten werden: Erneut wird der NBV vom 28. Mai bis zum 3. Juni die TVN-Niederrheinmeisterschaften der offenen und 30er-Konkurrenzen ausrichten.

Zudem treten die ersten NBV-Damen nach ihrem Aufstieg im Vorjahr nun in der ersten Verbandsliga an, genauso wie die ersten Herren, die bereits 2016 in diese Spielklasse aufgestiegen sind. „Es erwarten uns wieder tolle Heimspiele auf hohem Niveau“, freut sich Bernd Wolf. Insgesamt gehen die NBVer wieder mit 13 Jugend- und 13 Erwachsenen-Teams an den Medenspiel-Start.

„Durch die aktive Einbindung in Mannschaften sind unsere Mitglieder fest mit unserem Verein verbunden und halten dem NBV meist über viele Jahrzehnte ihre Treue“, weiß der NBV-Vorsitzende aus eigener Erfahrung.

Den Beweis lieferten dann auch gleich die zahlreichen Jubilare, die traditionell beim Neujahrsempfang für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt wurden.

Eine silberne Vereinsnadel für 25 Jahre NBV-Mitgliedschaft erhielten in diesem Jahr Gabriele Tonscheidt und Dr. Ulrich Sostmann.

Außerdem wurden folgende Mitglieder geehrt: Für 30-jährige Mitgliedschaft: Matthias Gottwald. Für 40-jährige Mitgliedschaft: Ute und Helmut Petri, Horst-Dietrich Künzer, Hermann Hesse, Karl-Heinz Mintert.

Zudem wurden folgende Mitglieder geehrt, die bereits länger als 60 Jahre Vereinsmitglied sind: Ute Breitgraf (66 Jahre), Frieder Höhfeld (67 Jahre).

Für ihre 70-jährige Mitgliedschaft wurden Fritz Kanzler und Eike Holle geehrt.